Ich war schon immer versucht, in anderen Menschen verloren zu gehen. Mich selbst, hatte ich noch nicht definieren können und deswegen war es so leicht, mich von dem Leben anderer, aufsaugen zu lassen. Es war besonders dann aufregend, wenn ich eine bestimmte Verbindung, zu der Person, empfunden habe.

Kennst du diesen kleinen, fast kaum wahrnehmbaren, Moment, in dem deine Augen auf die, einer anderen Person treffen und du spürst, dass etwas zwischen euch geschehen MUSS? Du hast zwar noch keine Ahnung, was oder wie es passieren wird, aber du weißt, dass da Etwas ist. Etwas, das nicht greifbar ist oder mit Worten zu erklären ist.

Bevor ich zu meiner Seele fand und meinen Sinn definieren konnte, ließ ich mich benutzen. Damals unbewusst, mittlerweile bewusst. In mir gibt es ein "dunkles" Bedürfnis. Es sagt: „Benutz mich.“ Für was auch immer, ich benutzt werden will. Vielleicht als eine Art von Werkzeug, damit die Person, sich selbst, dadurch manifestieren kann. Bevor ich dieses Bedürfnis verstehen konnte und woher es kam, ging ich ihm auch schon nach. Allerdings ließ ich es Menschen tun, die nicht zu schätzen wussten, welche Möglichkeiten ich ihnen damit bat.

Es ist nicht alles Licht und Liebe – noch nicht. Wir werden dahin finden. Wir werden zurückfinden. Dorthin, woher wir alle kommen und dann beginnt es erneut. Die Schleife, in der Schleife, in der Schleife, in der Schleife…

Aber bis dahin, dürfen wir Spaß miteinander haben. Unsere Körper werden ein Ende finden – unsere Seelen allerdings nicht.

Wenn wir zu den Lebzeiten, unseres aktuellen Körpers, das Glück haben – entdecken wir sie. Die Unendlichkeit. Wir erfahren, dass wir wählen können – zwischen Gut und Böse. Die Meisten von uns haben sich bereits für das Böse entschieden und tun es auch, jeden Tag. Es ist nicht verwerflich. So wollen sie nun mal, ihr Leben erleben. (Ver-)Urteilen macht uns nicht besser. Du willst besser sein? Dann entscheide dich dafür und handle auch so.

Man erlangt zur Erkenntnis, dass das Leben eigentlich sinnlos ist und wir, früher oder später, sowieso dorthin gelangen werden, wo wir hingehören. Aber nur, weil es sich noch nicht in der Realität manifestiert hat, sollte man nicht aufhören, seinem Leben einen Sinn zu geben. Denn sonst kannst du es auch gleich skippen und es beenden. Damit verursachst du allerdings nur Leid, bei allen anderen, und vielleicht, verfolgt dies auch einen Sinn. So oder so wirst du nie nur eins sein. Sinnlos oder Sinnvoll.

Ich habe Hunger. Darauf zu sehen, was mit Menschen passiert, die mich konsumieren. Was mache ich mit ihnen? Wozu bringe ich sie? Was empfinden sie mir gegenüber? Neugier oder Ekel? Ich möchte von denen gefunden werden, die bereit dafür sind.

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