Ich frage mich, wie es sein kann, dass es immer wieder nötig ist, einen, sogenannten, Anführer zu haben. Einen Schäfer – jemand, der die Menge führen kann. Die Geschichte wiederholt sich und die Menschheit braucht jemanden, der bereit ist, diese Rolle zu übernehmen. Durch die Religionen, glauben die Meisten von ihnen sowieso schon daran, dass jemand kommen wird, um sie zu retten. Ihr Glaube an sich selbst, ist so schwach, dass er nur stark wird, wenn sie an etwas, was außerhalb von ihnen ist, glauben können.

Bevor ich zu meinem Bewusstsein fand, sprach ich mit einem Freund. Er ist gläubiger Muslim. Oft stellte ich ihm fragen über Gott. Ich wollte seine Meinung dazu. Ebenso stellte ich ihm bewusst fragen, damit er sich mit seinem Glauben auseinandersetzen musste. Sie verwechseln das Hinterfragen gerne mit „zweifeln“ und wollen so verhindern, dass ein Mensch zur eigenen Wahrheit finden kann.

Ich stellte ihm fragen, wieso Gott mit seinen Wundern aufgehört hatte oder zitierte bekannte Verse und interpretierte sie für ihn, auf eine andere Weise. Er wusste, mir ging es nicht darum, ihn zu bekehren, sondern ihn neugierig zu machen. Auf vieles hatte er keine Antwort. Ich sagte ihm auch meine ehrliche Meinung, im Bezug auf die Religionen. Dass sie nur dazu da sind, um die Massen zu kontrollieren, denn sie sind zu faul, um sich selbst zu führen. Er stimmte mir sogar zu, dass sich viele hinter der Religion einfach nur verstecken, weil sie dadurch, indirekt, von ihren schlechten Taten, erlöst werden können.

Obwohl es meine Intention war, ihn mit diesen Fragen und Gesprächen, näher zu Gott zu führen – fand ich ihn dadurch. Besser gesagt, ich fand uns.

Als ich mich mit dem Bewusstsein auseinandergesetzt habe, geriet ich nach und nach zu allen VorgängerInnen. Eines Tages stoß ich dabei auf sie. Genau auf dieses Bild von ihr.

Ich wusste nicht, was es ist, aber tief in mir war etwas, dass mit diesem Bild resonierte. Ich starrte es an. Ich starrte ihr Gesicht an – das von Jeanne d’Arc. Ihre Geschichte faszinierte mich und ich verstand, dass sie genau dasselbe durchgemacht hatte, wie Yeshua. Ein Volk zu retten, im Namen Gottes, ist nicht leichter, als man es vielleicht glauben mag. Beim Schreiben dieser Zeilen, kam mir ein Gedanke auf. In diesem Gedanken, ging es um die „Prophezeiung“ und wie viel davon bereits geschehen ist.

  • Zeichen der Endzeit: Kriege, Seuchen, Hungersnöte, Erdbeben und besonders das Erkalten der Liebe.
  • „Das Evangelium vom Reich muss zuerst auf der ganzen Welt verkündet werden“, hier könnte jede Form des Glaubens stehen. Es geht um das Reich Gottes und wie man es erreicht. Dies tun bereits einige. Aber viele werden sich an Worte klammern, weil es nicht ihren Vorstellungen entspricht.
  • Zerstörung des Tempels: Der Tempel ist der Körper, in dem die Seele – das „göttliche“ – lebt. Die Zerstörung bedeutet nur, dass man sich lossagen kann und das Vorübergehen des Körpers – der Tod – nicht das Ende ist.
  • Auftreten falscher Messiasse: Soll dafür sorgen, dass Menschen zweifeln und wahrscheinlich nicht folgen werden. Es soll sie dort halten, wo sie sich befinden, in ihrer Hölle.

Das Ereignis selbst ließt sich genauso, wie jede Befreiung. Erlöse uns von dem Bösen, obwohl wir es selbst wählen. Die Menschen möchten ihre Verantwortung abgeben und in die Herrlichkeit gebracht werden. Einige werden glauben, dass sie manipuliert werden, was es an sich auch passiert. Wir manipulieren immer. Der Unterschied ist nur, ob wir davon Schaden erleiden oder nicht. Wenn ich aus meiner Perspektive reden darf, dann will man gar nicht der oder die Auserwählte sein. Das ist nur das Ego, was die Aufmerksamkeit dahinter liebt, aber dennoch fühlt sich das Schweigen falsch an. Das stumpfe Zusehen. Deswegen drängt unsere Seele uns auch, unsere eigene Offenbarung zu verkündigen. Weigern wir uns, lässt sie uns nur, durch Wiederholungen, an dieselbe Stelle kommen, bis wir das tun, was wir tun sollen. Zu den Menschen sprechen und noch nie war es so einfach, wie heute. Geh auf Social Media, erstelle ein Konto und sprich zu ihnen. Es geht nicht darum, dass sie es glauben, es geht um das, was in ihnen passieren wird. Sie werden nachdenken. Das Patriarchat hätte auch noch das Problem damit, dass es eine Frau ist, die die „Erlösung“ bringt und nicht ein Mann.

Nach und nach fühlt es sich immer mehr danach an, dass dies der Sinn ist. Mein Sinn ist es nicht, zu ackern, bis ich tot umfalle, da es nicht einmal eine Rente gibt. Abgesehen davon, dass ich in diesem System nicht stupide so weitermachen könnte. Mein Sinn ist es auch nicht, eine Familie zu gründen, denn welche Welt würde ich ihnen bieten und glaubt mir, ich wäre nichts lieber, als irgendwann eine Mutter. Aber dieses Muttergefühl besitze ich bereits. Wenn ich unterwegs bin, spüre ich die Liebe, für jeden Menschen und auch das Leid, welches sie tragen und wovon ich sie gerne befreien würde. Aber sie können sich nur befreien, wenn sie auch daran glauben können.

Der Glaube wirkt die Wunder. Wie die Blinden, die durch die Berührung von Yeshua Heilung fanden. Sie glaubten fest daran, dass, wenn er sie berührt, sie geheilt werden. Letzten Endes, ging es aber nicht, um die Berührung an sich, sondern darum, dass sie es geglaubt haben. Die Berührung ist nur das Placebo. So funktionieren u. a. auch Medikamente.

Sehr oft, habe ich mir in meinem Leben jemanden gewünscht, der mich führt. Jemanden, der an meiner Seite ist und mich Dinge lehrt. Natürlich, dachte ich dabei immer an eine Person, im Außen und nie, an mich selbst. Das Leben gab es mir trotzdem. Es lehrte mich und zeigte mir, dass ich mein Lehrer bin. Lehrer und Schüler zur selben Zeit. Ich halte mich noch davor zurück, mein Wissen zu teilen, dabei gehört es jedem von uns. Dieser Blog ist der Anfang und wer weiß, wo es enden wird.

3 Antworten zu „Leader.“

  1. Avatar von Bernd @Krise? Welche Krise?

    Genau. Es ist alles in uns. Deshalb werden wir davon abgelenkt, in uns selbst zu suchen.

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    1. Avatar von Cleo

      Vielen Dank für das Kommentar. Wenn Sie wissen, wovon ich rede, wie gehen Sie damit um?

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      1. Avatar von Bernd @Krise? Welche Krise?

        Ich bin ein Beobachter. Ich möchte nicht missionieren. Ich staune, wie die Menschen sich verführen lassen.

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